Was ist eigentlich Parkour und wo kann ich es ausüben?
Le Parkour kann prinzipiell überall ausgeführt werden. Egal ob in der Natur oder in der Stadt. Parkour ist eine Verbindung von ästhetik, Balance, Dynamik, Präzision und Effizienz. Um diese Sportart auch im Sinne des Erfinders auszuüben ist Training das A und O.
David Belle begründete diesen atemberaubenden Sport. Im Alter von 15 Jahren zog er mit seiner Familie nach Lisses, eine Kleinstadt südlich von Paris. Beeindruckt von den herausragenden körperlichen Fähigkeiten und Leistungen seines Vaters – er gehört zu einer Elite-Einheit der französischen Feuerwehr – wurde es ebenfalls Davids Leidenschaft, Hindernisse auf sportliche Art und Weise zu überwinden. Von einem anfänglichen spielerischen Aspekt entwickelte sich Parkour zu einer sportlichen Herausforderung.
Wissenswertes:
Warm-up
Das Aufwärmen und Stretchen zählt zu den wichtigsten Bestandteilen des Trainings. Weiterhin ist eine gezielte und umfassende Entwicklung der Muskulatur durch Krafttraining eine notwendige Voraussetzung, um die Gelenke muskulär zu stabilisieren.
Da im Parkour das eigene Körpergewicht stets der Bezugspunkt ist, besteht das Ziel darin, die Kraftfähigkeiten so weit zu entwickeln, dass der eigene Körper in der Lage ist, verschiedene Positionen einzunehmen und mühelos halten zu können.
Wie wage ich den Einstieg?
Le Parkour ist schwieriger zu erlernen, als Bilder es zeigen können. Auf speziellen Workshops werden Grundtechniken, wichtige Hinweise und Tipps vermittelt.
Reception – Landung
Auf jeden Sprung folgt die Landung. Ist der Fall nur vertikal, so erfolgt die Landung über Fussspitze und Ferse. Sprünge mit zusätzlicher horizontaler Kraft werden grundsätzlich nur auf den Spitzen gelandet. Ist kein wesentlicher Höhenunterschied vorhanden, kann die Kraft, ohne in die Knie zu gehen, in das Weiterlaufen geleitet werden. Besteht ein grösserer Höhenunterschied muss die Kraft in den gesamten Körper geleitet werden. Bei sehr grossen Sprüngen oder solchen mit einer weiteren Vorwärtsbewegung rollt der Traceur ab. Dabei ist darauf zu achten, dass der Aufprall auf möglichst alle Phasen der Rolle gleich stark verteilt wird.
Passement – Hindernisse überwinden
Hier geht es darum, Hindernisse zu überwinden oder hinter sich zu lassen. Generell ist es natürlich wichtig, die Technik schnell und elegant auszuführen, um flüssig über das Hindernis zu gehen. Die effektivsten Techniken sollten hier beherrscht werden, um auf alle Situationen (Winkel, Seite, Höhe, Geschwindigkeit) die passende Antwort zu finden.
Franchissement – Hindernisse durchqueren
Das Gegenstück zum Überwinden ist das Durchqueren von Hindernissen. Das Durchqueren ist eine Alternative, die oft übersehen wird, aber für einzelne Situationen die bessere Wahl ist.
Saut de precision – Präzisionssprung
Der Präzisionssprung zeichnet sich durch seine technische Landung aus, die auf ein kleines oder widriges Objekt erfolgt. Die Dosierung des vorangegangenen Sprunges, eine präzise und entschlossene Landung sowie Gleichgewicht sind das A und O.
Saut de detente – Distanzsprung
Mit diesem Sprung wird, meist mit Anlauf und einbeinig abgesprungen, ein Zwischenraum überwunden. Das Augenmerk liegt hier auf der Landung, die durch grössere wirkende Kräfte erschwert wird.
Saut de Fond – Sprung zum Boden
Dieser Sprung wird eingesetzt, um von einer höheren Ebene auf eine niedrigere zu gelangen. Anlauf und Absprung werden wie bei Distanzsprung ausgeführt.
Tic – Tac
Den Tic – Tac wendet der Traceur an, um durch das Abtreten an einem Hindernis, Schwung für das Überwinden eines weiteren Hindernisses zu erhalten.
Passe muraille – Mauerüberwindung
Diese Technik ist eine spezielle Form des Tic – Tacs. Der ganze Schwung aus dem Abtritt wird hier ausschliesslich in die Höhe umgeleitet, um so eine höher gelegene Griffmöglichkeit zu erreichen. Bekanntermassen wird diese Technik oft an Mauern ausgeführt, weil sich dort gute Bedingungen für die Ausführung finden.
Demir – Tour – Seitenwechsel
Der Seitenwechsel wird angewendet, um nach einer 180 – Grad – Drehung des eigenen Körpers auf der anderen Seite des Hindernisses Halt zu finden.
Dabei hält man sich vor dem Absprung rechts im Ristgriff und links im Kammgriff. In der Luft Greift man dann mit dem äusseren Arm um. Führt man einen Seitenwechsel an einer Wand aus, so findet man sich in derselben Hängeposition wie nach einem Armsprung wieder. Auch hier gibt es wieder zahlreiche Variationen der Grifftechniken und des Absprungs.
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