Doping

Zuerst möchten wir darauf hinweisen, das das komplette Team von einfach-trainieren.de sich von Doping distanziert. Der nachfolgende Text soll einen kleinen Einblick ins Thema verschaffen, aber keinesfalls als Anleitung oder ähnliches verstanden werde.

Leider wird Doping im Sport mehr und mehr zu einem ernstzunehmenden Thema. Neben, durch die Presse, bekanntgemachte Vorfälle gibt es wohl auch eine Dunkelziffer die keiner so recht "greifen" kann.

Aber was ist eigentlich Doping?

Unter dem Begriff Doping wird die Einnahme von Substanzen oder die Nutzung unerlaubter Methoden zur Leistungsteigerung verstanden. Doping kann gesundheitsschädigend sein und ist in vielen Ländern verboten. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde Doping im Zusammenhang mit Pferderennen häufiger verwendet. Im laufe der Jahrzehnte wurden immer mehr Substanzen als Dopingmittel "missbraucht", sodas 1968 die ersten Dopingkontrollen bei Olympischen Spielen durchgeführt wurden.



Welche Arten von Wirkstoffgruppen gibt es?

Es gibt 5 verschiedene Arten von Wirkstoffgruppen:

Stimulanzien: Diese wirken auf das Nervensystem und steigern die motorische Aktivität. Nebenwirkungen können dauerhafte Aggression sowie Stresssymptome sein.

Diuretika: Diese bewirken einen Gewichtsverlust, ausgelöst durch starken Wasserverlust. Als Nebenwirkungen sind hier Mineralstoffverlust und Dehydratisierung zu nennen.

Peptid- und Glykoproteinhormone: Diese sind alle körpereigenen Eiweiße. Als "momentan" bekanntestes wäre hier EPO (Erythroietin) zu nennen, dies im Speziellen erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen wodurch mehr Sauerstoff transportiert werden kann. Als Nebenwirkungen sind Schlaganfälle und ein erhöhtes Infaktrisiko bekannt.

Narkotika: Diese wirken beruhigend auf den Körper. Als Nebenwirkungen sind Ohnmacht, Bewusstseinstrübung und Tod zu nennen.

Anabolika: Diese wirken auf den Muskelaufbau und die Schnellkraft, haben allerdings auch sehr viele Nebenwirkung. Da wären unter anderem Bluthochdruck, Akne, Reizbarkeit, Depressionen und Halluzinationen sowie verminderte Samenproduktion, Brustwachstum zu nennen.



Welches sind die häufigsten Mittel?

Dianabol:

Dianabol ist ein synthetisch hergestelltes Anabolikum zur oralen Einnahme. Bei längerem Gebrauch und/oder in höheren Dosen kann es Leberschädigungen wirken. Vor einigen Jahren wurde es bei Osteoporose-Patienten eingesetzt. Die Dosis betrug zu dieser Zeit typischerweise 5mg pro Tag für 6 Wochen.
Im Bodybuilding gehöhrt es zu den populärsten aufbauenden Steroiden überhaupt. Die Popularität von Dianabol beruht auf seinem fast sofortigen und sehr stark aufbauenden Effekte. 4-6 Tabletten am Tag reichen aus um bei fast jedem extreme Resultate zu erziehlen wobei die Einnahme z.B. morgens 2 / mittags 2 / abends 2 als empfehlenswet anzusehen ist. Um Magenproblemen vorzubeugen sollte Dianabol vorwiegend zu Mahlzeiten eingenommen werden. Als weitere Nebenwirkungen sind u.a. Wassereinlagerungen, erhöhte Agressivität, Brustdrüsenwachstum (Bitchtits), Haarausfall, Steroidakne...
Seit 1987 ist Dianabol nicht mehr auf dem deutschen Markt erhältlich.


Spiropent (Clenbuterol Hydrochlorid):

Spiropent (Clenbuterol Hydrochlorid), wird zur Behandlung von Erkrankungen im chronisch-asthmatischen Formenkreis verwendet. Bodybuilder entdeckten (Clenbuterol Hydrochlorid) für sich wegen der Thermogenese und der milden aufbauenden Eigenschaften (geringfügige Stärkenzunahme). Erhältlich ist dieses Medikament u.a. in 20mg Tabletten. Benutzer stellen ihre Dosierung abhängig von gewünschten Resultaten zusammen. Die üblichste Dosierung liegt aber irgendwo zwischen 2-8 Tabletten pro Tag. Für Verlust von Körperfett scheint (Clenbuterol Hydrochlorid), für 3-6 Wochen wirkungsvoll zu bleiben. Die möglichen Nebenwirkungen sind Tremor, Schlaflosigkeit, Schwitzen, erhöhter Blutdruck und Übelkeit. Diese Nebenwirkungen lassen im Allgemeinen schnell nach, sobald der Benutzer an das Medikament gewöhnt ist.


Sustanon 250:

Ist ein in Öl gelöstes injizierbares Steroid aus vier unterschiedliche Testosteronen. Dies bietet langanhaltende Wirkung (bis zu 1 Monat) bietet. Wie alle Testosterone ist Sustanon ein androgenes Steroid mit einer stark aufbauenden komponente. Die Dosierung von Sustanon liegt zwischen 250mg und 1000mg die Woche. Auch wenn es durch seine Zusammensetzung ca.1 Monat aktiv bleibt, beträgt die eigentliche Halbwertzeit ca.5 Tage. Um eine gleichmäßige Konzentration zu gewährleisten, sollten die Injektionen alle 8-10 Tage erfolgen. Sustanon wird u.a. in Europa von Organon hergestellt.


Omnadren:

Omnadren ist der Markenname eines Testosteron Blend der Marke Jelfa aus Polen. Es besteht aus vier wirkzeitlich aufeinander abgestimmten Testosteronen, so das Omnadren sehr schnell als auch relativ lange wirkt. Durch Omnadren erzielt man eine schnelle Erhöhung des Körpergewichts. Ein grosser Teil des gewonnenen Gewichtes ist allerdings auf Wasser zurück zuführen. Anti-Östrogene sind bei der Anwendung von Omnadren unbedingt zu empfehlen, da sonst schnell mit östrogenen Nebenwirkungen zu rechnen ist. Die relativ wirkungsvolle Dosierung liegt im Bereich von 250-1000mg pro Woche. Auch hier treten die, bereits angesprochenen, typischen Nebenwirkungen auf.


Winstrol (Stanozolol):

Das bekannteste Stanozolol Produkt ist wohl Winstrol. Es ist entweder für die orale Einnahme oder aber zum injizieren bestimmt. Winstrol wird als aufbauend eingestuft und hat wenig androgene Nebenwirkungen. Die aufbauende Eigenschaften sind jedoch nicht „überwältigen“ sodass es oft kombiniert wird.
Zambon aus Spanien, ist wohl das populärste Winstrol, es wird als 2mg Tablette und als wasserbasierendes injizierbares Steroid in Ampullen von mit 50mg Inhalt hergestellt. Übliche Dosierungen sind 10-25mg/Tag oral und täglich 25-50mg injiziert.


Dynabolon - Nandrolon Undecanoat:

Dieses Mittel wird nur in Italien und Frankreich produziert, und es wird ihm eine potentere Wirkung gegenüber Nandrolon Decanoat nachgesagt. Jede 1 ml Ampulle Dynabolon enthält 80,5 mg Nandrolon Undecanoat. Es hat eine kürzere Halbwertzeit im Körper, die gabe sollte daher zweimal wöchentlich vorgenommen werden, um ein gleichmässiges Level zu halten.


Deca Durabolin - Nandrolon Decanoat:

Deca Durabolin ist der Markenname von Organon für Nandrolon Decanoat. Es ist eins der bekantesten Steroide. Seine Wirkungsdauer beträgt etwa 3 Wochen. Die Dosierung beträgt im
Allgemeinen 200-400mg pro Woche. Nandrolon Decanoat ist noch 1 Jahr nach dem absetzen nachweisen. Nebenwirkungen können unter anderem Erhöhung des Blutdrucks, verlängerten Blutgerinnungszeit, Nasenbluten, verstärkter Talgdrüsenproduktion, Akne, Kopfschmerzen, sexueller Überstimulation (anfangs), sexuelle Inaktivität (später), Hemmung der Spermatogenese sein.


EPO - Erythropoietin:

Der Wachstumsfaktor für rote Blutkörperchen (Erythrocyten), der in der Niere gebildet wird. Er regelt also indirekt den Sauerstoffhaushalt des Körpers. Vor einiger Zeit ist es gelungen, die genetische Information für EPO zu isolieren und das Protein herzustellen. EPO gehört zur Gruppe der Glykoproteinen. Bei dieser Gruppe von Proteinen sind bestimmte Aminosäuren noch mit Kohlenhydraten verbunden. Für die Produktion von EPO werden Zellkulturen von tierischen oder menschlichen Zellen genutzt. EPO regt auf dem Blutweg die Erythropoese an (Zelldifferenzierung, schnelle Vermehrung der Retikulo- u. Erythrozytenzahl im peripheren Blut, Steigerung der Purin- u. Hämsynthese, des Eisenstoffwechsels u. des Sauerstoffverbrauchs). Es ist ein sehr wirkungsvolles Medikament, manchmal wird es auch als Zusatz zu Bluttransfusionen verwendet um bei hohen Blutverlust die Eigenproduktion zu verstärken. Das Hormon-Präparat Erythropoietin (EPO) gilt bei den Ausdauerleistern im Hochleistungssport als Modedroge. Das künstlich hergestellte Erythropoietin vermehrt die Zahl der roten Blutkörperchen, ohne daß zwischen körpereigenen und zugeführten Hormonen zu unterscheiden ist. EPO nicht ganz ungefährlich. Es wird vermutet, das es für den Tod von von einigen Ausnahmeradfahrern verantwortlich ist. EPO hat einen drastischen Effekt auf den Hematocritwert, der den Prozentsatz der roten Blutzellen im Blut bestimmt. Je höher dieser Wert wird, desto dickflüssiger wird auch das Blut, dies kann zu einem Herzschlag, einem Herzausfall oder einem Lungenödem führen kann.








 

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